In Deutschland gehört die Leberzirrhose zu den 20 häufigsten Todesarten. Jeder zweite Mensch mit alkoholbedingter Leberzirrhose verstirbt innerhalb von 5 Jahren – wenn der Alkoholkonsum nicht unterlassen wird. Kommen weitere Probleme hinzu, steigt die Sterberate noch einmal deutlich an. 50% aller Betroffenen, die zusätzlich eine Bauchwassersucht aufweisen, überleben keine zwei Jahren. Wenn sich das Bauchwasser entzündet, sinken die Heilungschancen noch einmal auf 10-50%. Die häufigsten Todesursachen sind Leberversagen, Blutungen und Leberkrebs. Die Prognose bei einer alkoholischen Leberzirrhose kann deutlich verbessert werden, wenn gänzlich auf Alkohol verzichtet wird.

Prognose hängt vom Stadium ab

Die Zirrhose wird üblicherweise in unterschiedliche Stadien eingeteilt. Mit Hilfe der Child-Pugh-Kriterien kann der Arzt auch die Überlebenswahrscheinlichkeit einschätzen. Während die Prognose in Klasse A mit 95% 1-Jahres-Überlebensrate noch sehr gut ist, reduziert sie sich mit Fortschreiten der Erkrankung auf 80% (Klasse B) bzw. 45% (Endstadium, Klasse C). Die 2-Jahres-Überlebensraten liegen mit 90% (Klasse A), 70% (Klasse B) und 38% (Klasse C) ähnlich. Grundsätzlich haben Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose gegenüber gesunden Menschen eine deutlich verkürzte Lebenserwartung. Da die Erkrankung nicht heilbar ist, kann nur eine konsequente und rechtzeitige Behandlung zumindest das Fortschreiten des Gewebeumbaus aufhalten. Im Endstadium kann nur noch eine Lebertransplantation helfen.

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