Die Diagnose Leberzirrhose kann ziemlich beunruhigend sein. Vielleicht verspüren Sie Trauer, Hilflosigkeit oder sogar Wut. Vielleicht sind auch nach der Diagnose noch einige Fragen offen und Sie fühlen sich angesichts der vielen Informationen und Ihrer veränderten Lebenssituation überfordert. Bleiben Sie zuversichtlich und schenken Sie Ihrem Körper jetzt besondere Aufmerksamkeit! Durch eine möglichst gesunde und bewusste Lebensführung können Sie den Verlauf Ihrer Erkrankung günstig beeinflussen.

Ebenso wichtig wie ein achtsamer Umgang mit Ihrem Körper, ist der Kontakt zu Ihren Angehörigen und Freunden. Bleiben Sie mit anderen Menschen in Verbindung – gerade in schweren Lebensphasen ist emotionale Unterstützung besonders wichtig. Fragen Sie Ihren Arzt nach Selbsthilfegruppen, denen Sie beitreten können, oder nach Beratungsstellen, die Sie zuverlässig informieren. Wissen hilft, mit den eigenen Ängsten besser zurechtzukommen. Stellen Sie auch Ihrem Arzt alle wichtigen Fragen und haken Sie nach, wenn etwas unklar ist.

Tipps für Ihr tägliches Leben

Bei einer Leberzirrhose gibt es einiges zu beachten. Wir haben hier eine Liste mit Tipps für Sie zusammengestellt. Diese helfen Ihnen, sich auf die wichtigsten Dinge zu konzentrieren und soll Ihnen das Leben erleichtern.

  • Nehmen Sie Ihre Medikamente immer genau nach Anweisung des Arztes ein
  • Ernähren Sie sich ausgewogen
  • Vermeiden Sie Alkohol und Zigaretten
  • Achten Sie auf genügend Schlaf
  • Stellen Sie sicher, dass Sie eine gute Balance zwischen Arbeit, Ruhe und Bewegung finden
  • Fragen Sie Ihren Arzt, ob er Ihnen eine Impfung gegen Grippe und Lungenentzündung rät
  • Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie Symptome von Stress, Angst oder Depressionen verspüren
  • Fragen Sie Ihren Arzt, ob eine Lebertransplantation möglich ist

Wertvolle Zeit mit Freunden verbringen – und mit sich selbst

Zu einem glücklichen, zufriedenen Leben gehören Liebe, Freundschaft und sozialer Austausch. Umgeben Sie sich in Ihrer Freizeit mit Menschen, die Ihnen gut tun, und das am besten regelmäßig. Nehmen Sie die Hilfe Ihrer Angehörigen und deren Zuwendung an.

Aber genauso wichtig wie schöne gemeinsame Stunden sind Auszeiten, um selbst zur Ruhe zu kommen, Kraft zu schöpfen und einfach einmal die Seele baumeln zu lassen. Diese Auszeiten für sich selbst können Sie ganz nach Ihrem Geschmack gestalten. Aber Gegensätze machen das Leben spannend. Fangen Sie an zu malen, entspannen Sie sich mit einer Runde Yoga, autogenem Training oder Meditation. Finden Sie Hobbies und Beschäftigungen, die Ihnen Spaß machen und die es Ihnen erlauben, wieder Sie selbst zu sein. Erinnern Sie sich dabei an Tätigkeiten, die Ihnen schon in Ihrer Kindheit immer Spaß bereitet haben.

Lassen Sie sich nicht von Rückschlägen entmutigen – der nächste Tag sieht oft schon ganz anders aus.

Älterer Mann hält Kleinkind auf dem Arm

Ebenso wichtig wie ein achtsamer Umgang mit Ihrem Körper, ist der Kontakt zu Ihren Angehörigen und Freunden.

Quellen:

Berufsverband Deutscher Internisten e. V.: Leberzirrhose: Auswirkungen und Komplikationen, Abruf: November 2018

Herold, G et al.: Innere Medizin. Selbstverlag 2018

Lebertransplantierte Deutschland e. V.: Ösophagusvarizen, Abruf: November 2018

Norgine Kundenmaterial: A modular guide to understanding decompensated cirrhosis. Information for patients and carers on varices and variceal bleeding. 01756_M2_Variceal_Bleeding_guides_V5.pdf

Universitätsklinikum Würzburg. Leberzentrum Würzburg, Abruf: November 2018

Freigabenummer: DE/XIF5/1118/1466

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