Zu den typischen Leberhautzeichen gehören:

  • Lackzunge
  • Gefäßspinnen oder Lebersternchen
  • Weißnägel
  • Bauchglatze
  • Rotfärbung der Handinnenflächen

Lackzunge

Eines der typischen Zeichen einer Leberzirrhose ist die sogenannte Lackzunge. Damit ist eine glatte, auffallend glänzend rote Zunge gemeint. Sie entsteht, wenn sich die kleinen Erhebungen auf der Zungenoberfläche (Papillen) zurückbilden. Die Papillen sind wichtig für den Transport der Nahrung, das Tastempfinden und die Geschmackswahrnehmung. Bilden sich diese zurück, weil durch die Leberzirrhose die Zellteilung vermindert ist, glättet sich die Oberfläche und die darunter liegenden Blutgefäße scheinen durch. Häufig wird die Lackzunge von einem brennenden Gefühl begleitet.

 

Sternchenförmige Gefäßerweiterungen

Da die kranke Leber ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen kann, wird u.a. zu wenig Östrogen abgebaut. Dadurch entstehen direkt unter der Haut sichtbare Gefäßerweiterungen, vor allem im Gesicht sowie im Nacken- oder Rumpfbereich. Die feinen Äderchen breiten sich von einem stecknadelkopfgroßen Punkt sternförmig aus, deshalb nennt man sie auch Gefäßspinnen oder Lebersternchen.

 

Weißnägel

Durch die Leberschädigung ist der Eiweißstoffwechsel vermindert. Das stört die Produktion von Keratin, des Hauptbestandteils von Finger- und Fußnägeln. Die Folge sind sogenannte Weißnägel: aufgehellte, gewölbte und längsgerillte Nägel, bei denen der „Halbmond“ nicht mehr zu erkennen ist.

Glatze auf dem Bauch

Ein weiteres typisches Leberhautzeichen ist der Verlust der Bauchbehaarung beim Mann. Die sogenannte Bauchglatze entsteht, wenn Sexualhormone nicht mehr über die Galle ausgeschieden werden können. Sie werden dann in weibliche Geschlechtshormone umgewandelt und sind für die mangelnde Bauchbehaarung verantwortlich.

Rotfärbung der Handflächen

Bei einer Leberschädigung kann auch eine Rotfärbung der Handflächen auftreten. Ursache ist ein erhöhter Druck in den Lebergefäßen, durch den auch weiter entfernt liegende Adern geweitet werden. So fließt mehr Blut direkt unter der Hautoberfläche und die charakteristische Hautrötung entsteht. Meist sind davon die Handinnenflächen, manchmal auch die Hohlseiten der Füße betroffen.

 

DE-HEP-XIF-2100037

Quellen:

  • https://www.dr-gumpert.de/html/leberhautzeichen.html (letzter Aufruf am 27.08.2020)
  • https://www.medicoconsult.de/leberhautzeichen/ (letzter Aufruf am 27.08.2020)
  • https://fet-ev.eu/leberzirrhose-krankheitsbild/ (letzter Aufruf am 27.08.2020)
  • https://www.biologie-seite.de/Biologie/Lackzunge (letzter Aufruf am 30.07.2020)
  • https://www.medpertise.de/leberzirrhose/symptome-hautzeichen/ (letzter Aufruf am 30.07.2020)
  • https://www.kenhub.com/de/library/anatomie/zunge-histologie (letzter Aufruf am 30.07.2020)
  • https://www.pschyrembel.de/Lackzunge/K0D4D (letzter Aufruf am 30.07.2020)