Wählen Sie Ihr Urlaubsziel bewusst und lassen Sie sich ärztlich beraten

Leberzirrhose macht oft anfälliger für Infektionen, deswegen wählen Sie Ihr Urlaubsziel mit Bedacht. In tropischen und subtropischen Ländern ist das Infektionsrisiko meistens erhöht. Abgesehen davon sind lange Reisezeiten, insbesondere mit dem Flugzeug, auch sehr anstrengend und belastend.

Eine gute Alternative sind Reiseziele im Inland oder in den unmittelbaren Nachbarstaaten. Die Reisewege sind kurz, die Gesundheitssysteme in der Regel gut und, falls notwendig, sind Sie schnell wieder zuhause. Idealerweise erkundigen Sie sich vor Reiseantritt, ob sich in der Nähe Ihres Urlaubsziels eine größere Klinik befindet, in der man Erfahrung mit Leberzirrhose hat. Scheuen Sie sich nicht, Kliniken anzurufen und sich zu informieren. Zudem sollten Sie sich vor jeder Reise von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin auf Ihre allgemeine Reisetauglichkeit untersuchen lassen. Das ist auch eine gute Gelegenheit, Ihren Impfstatus zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen.

Hygiene als Infektionsprophylaxe

Wenn Sie mit Leberzirrhose reisen möchten, sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf den Infektionsschutz legen. Halten Sie – wie Sie es bereits von den Corona-Regeln kennen – Abstand zu anderen und waschen Sie sich regelmäßig die Hände. Wählen Sie gegarte Speisen, also besser keine Salate oder ungewaschenes Obst, und verzichten Sie auf Eiswürfel in Getränken. Wichtig ist ebenfalls ein guter Mückenschutz, denn auch im Mittelmeerraum können Mücken Viren übertragen. Ausführliche Informationen zum Infektionsschutz auf Reisen finden Sie auf der Webseite des Centrums für Reisemedizin www.crm.de

Die Reiseapotheke richtig bestücken

Für Patientinnen und Patienten mit einer Leberzirrhose ist es grundsätzlich ratsam, Reisepläne rechtzeitig mit dem Arzt bzw. der Ärztin zu besprechen. Er bzw. sie kann dabei unterstützen, dass alle notwendigen medizinischen Unterlagen wie Impfpass oder Arztbericht vorliegen und die Reiseapotheke vollständig bestückt ist. Auch Medikamente, die Komplikationen wie einer Leber-Hirn-Störung vorbeugen helfen, müssen dauerhaft eingenommen werden – hier ist eine gute Planung besonders wichtig.

Quellen:

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