Für Familie und Freunde

Tipps für den Alltag

Menschen mit HE sind oft müde, antriebslos und vergessen vieles, wie die Einnahme von Medikamenten oder einfach nur den Wochentag. Auch die Unsicherheit beim Gehen, verbunden mit einer erhöhten Sturzgefahr, kann für die Betreuenden eine Herausforderung sein.1 Die nachfolgenden Tipps sollen Ihnen helfen, den Alltag mit einem von HE betroffenen Angehörigen leichter zu meistern.

Vergesslichkeit
Schreiben Sie – am besten gemeinsam – Merkzettel für die regelmäßige Medikamenteneinnahme und kleben diese an geeignete Stellen, z. B. an den Badezimmerspiegel, an die Kühlschranktür oder neben die Fernbedienung. Manchmal reichen auch kleine Zeichnungen, wie ein Wasserglas oder eine Tablette. Eine Alternative zu den Merkzetteln kann die Erinnerungsfunktion des Handys sein. Der Vorteil: der Betroffene kann sogar zu einer bestimmten Uhrzeit an die Einnahme der Tabletten erinnert werden.

Trinken
Sorgen Sie dafür, dass die Patientin oder der Patient immer ausreichend frisches Wasser, ungezuckerte Tees oder Fruchtsäfte zur Verfügung hat. Stellen Sie jeweils ein gefülltes Glas an den Nachttisch, in die Küche oder an den Lieblingsplatz, z. B. den Fernsehsessel. Füllen Sie die Gläser regelmäßig auf, und nötigenfalls erinnern Sie nachdrücklich an das Trinken. (Dass die Patientinnen und Patienten keinen Alkohol trinken sollten, versteht sich von selbst!)

Sturzgefahr
Gehen Sie einmal konzentriert durch die Wohnung und halten Sie nach „Stolperfallen“ Ausschau. Das sind vor allem Teppichkanten oder Elektrokabel. Sichern Sie diese entweder mit breitem Klebeband aus dem Baumarkt oder räumen Sie die Hindernisse so gut es geht beiseite. Auch achtlos zu Boden gefallene Gegenstände räumen Sie bitte regelmäßig auf.
Eine weitere Gefahr geht von ausragenden, womöglich scharfkantigen Gegenständen aus, die im Falle eines Sturzes zusätzliche Verletzungen hervorrufen können. Dazu zählen der berüchtigte Schirmständer neben dem Treppenläufer, aber auch Badewannenkanten oder Hängeschränke. Auch hier gilt: Entweder entfernen oder mit Schaumstoff sichern.

Abwechslung und Unterhaltung
Auch wenn die HE-Patient*innen manchmal lethargisch wirken – es ist immer einen Versuch wert, sie anzusprechen und zu unterhalten. Gerne können Sie mit ihr oder ihm durch bestimmte Spiele oder Übungen, zum Beispiel gemeinsame Kreuzworträtsel oder Memory, die Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit trainieren – das vertreibt Langeweile und Lustlosigkeit und hilft, im Alltag selbstständiger zu bleiben. Auch regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft wirken sich positiv auf den Krankheitsverlauf aus. Nehmen Sie sich aber nicht zu viel auf einmal vor und fangen Sie erstmal mit einer kleinen Runde an.

Auf veränderte Verhaltensweisen achten und reagieren

Trotz Behandlung und bei aller Fürsorge – die Erkrankung kann immer weiter fortschreiten. Mögliche Indizien können sein, dass die Patient*innen häufiger verwirrt sind und zum Beispiel nicht mehr wissen, wo sie sich gerade befinden. Verstärken sich diese Symptome, oder kommt eine starke Lethargie hinzu (kaum ansprechbar, wenig Reaktion auf Umweltreize), dann sollten Sie schnell handeln. Das kann auf eine zu hohe Menge an Ammoniak im Blut hinweisen – die Patientin oder der Patient hat womöglich einen Krankheitsschub.1,2 Rufen Sie in solch einer Situation unbedingt einen Notarzt (Telefonnummer: 112) – schlimmstenfalls könnte ein Koma folgen.1
Besonders wichtig in Notfallsituation: Bewahren Sie Ruhe, und informieren Sie unbedingt den Notarzt über das Vorliegen von Leberzirrhose und HE – so kann viel schneller die richtige Therapie eingeleitet werden. In der Regel erfolgt nun eine Einweisung ins Krankenhaus, und nach der Entlassung sollte der Hausarzt oder niedergelassene Facharzt automatisch informiert werden. Aber zu Sicherheit ist es sinnvoll, dass Sie beim nächsten Besuch dort ebenfalls von dem früheren Notfall berichten.

Aggressives Verhalten bei fortgeschrittener HE

Durch einen fortgeschrittenen Krankheitsverlauf kann sich auch die Persönlichkeit der Patient*innen verändern.1 Aggressives Verhalten oder Wahnvorstellungen sind nicht ungewöhnlich, aber besonders für die Angehörigen erschreckend und belastend. Sollten Sie Angst haben, dass die Patientin oder der Patient sich selbst und andere gefährden könnte, fragen Sie nach professioneller Hilfe. In der Arztpraxis, aber auch bei Patientenorganisationen kann man Ihnen in solchen Situationen helfen.

Auch mal eine Auszeit nehmen

Natürlich ist es wichtig, dass es Ihrem Schützling gut geht. Aber genauso wichtig ist, dass Sie ab und zu entlastet werden – insbesondere dann, wenn Sie diese Person intensiv betreuen und pflegen. Häufig überschreitet man seine eigenen Grenzen, ohne es zu merken. Denken Sie daher auch an sich selbst und nehmen Hilfe an! Denn auch Sie brauchen Ruhepausen und Erholung.
Schaffen Sie sich Freiräume und erholen Sie sich mit Hobbys oder Zeit mit Freunden. Überlegen Sie sich, wer aus Ihrem persönlichen Umfeld Sie unterstützen könnte und besprechen Sie die Situation im Familien- oder Freundeskreis. Außerdem gibt es professionelle Hilfe, zum Beispiel Pflegedienste. Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine individuelle Pflegeberatung und sollten nichtzögern, diese anzunehmen. Welche Ansprüche Ihnen zustehen und was im jeweils individuellen Fall sinnvoll ist, können Sie auf der Seite des Deutschen Bundesministeriums für Gesundheit nachlesen.

Hier finden Sie weitere Hilfe: Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen

Es ist häufig schwierig, eine Patientin oder einen Patienten mit HE neben dem eigenen Beruf und Privatleben zu pflegen. Dann kann es helfen, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die in der gleichen Situation sind. Über NAKOS, das ist eine nationale Kontakt- und Informationsstelle, können Sie zum Beispiel eine Selbsthilfegruppe in Ihrer Nähe suchen.
Darüber hinaus gibt es gemeinnützige Vereine wie die Deutsche Leberhilfe e.V. Diese Patientenorganisation kann Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und versteht sich auch als Interessenvertretung von Patient*innen und Angehörigen. Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der Deutschen Leberhilfe e.V..

Freigabenummer: DE-HEP-XIF-2000084
Produkt unter Lizenz von Alfasigma S.p.A. XIFAXAN ist eine eingetragene Marke der Alfasigma Unternehmensgruppe, lizenziert an die Norgine-Unternehmensgruppe.

1 Vilstrup H et al. J Hepatol 2014; 61: 642 – 659.
2 Zhan T et al. Dtsch Ärztebl Int 2012; 109(10): 180 – 187.

Leberzirrhose
Cookie-Richtlinie

Letzte Aktualisierung: 1. August 2023

 

Was sind Cookies?

Cookies sind kleine Datendateien, die Websites auf den Computer, das Telefon oder das Tablet eines Nutzers herunterladen. Die meisten Webbrowser akzeptieren Cookies automatisch. Sie helfen Website-Anbietern beispielsweise dabei, einen Nutzer wiederzuerkennen, der bereits eine Website besucht hat. Weitere Einzelheiten zu den auf dieser Website verwendeten Cookies und ihren Zwecken sind nachstehend aufgeführt.

 

  • Ihnen die Navigation auf der Website so einfach wie möglich zu machen
  • Hilfestellung bei der Anmeldung zu unseren Veranstaltungen, Login und Ihre Möglichkeit, Feedback zu geben
  • Analyse der Website-Nutzung (z. B. wie viele Nutzer eine bestimmte Seite besucht haben)
  • Analyse der Nutzung unserer Produkte, Dienstleistungen oder Anwendungen
  • Unterstützung bei unseren Werbe- und Marketingmaßnahmen (einschließlich verhaltensorientierter Werbung)
  • Angebot von Inhalten Dritter (z. B. Inhalte sozialer Medien)

 

Ausführliche Informationen zu jedem Cookie finden Sie im Abschnitt der entsprechenden Cookie-Kategorie auf dem Banner sowie im folgenden Abschnitt.

 

Cookie-Kategorie Beschreibung

UNBEDINGT NOTWENDIGE COOKIES

Die unbedingt notwendigen Cookies tragen dazu bei, eine Website nutzbar zu machen, indem sie grundlegende Funktionen wie die Seitennavigation und den Zugang zu sicheren Bereichen der Website ermöglichen. Diese Cookies sind für das Funktionieren der Website erforderlich und können in unseren Systemen nicht abgeschaltet werden. Sie werden in der Regel nur als Reaktion auf Ihre Handlungen gesetzt, die einer Anfrage nach Dienstleistungen gleichkommen, wie z. B. das Einstellen Ihrer Datenschutzeinstellungen, das Einloggen oder das Ausfüllen von Formularen. Sie können diese Cookies zwar über Ihren Browser ablehnen, aber notwendige Teile der Website werden dann nicht funktionieren. Diese Cookies speichern keine persönlich identifizierbaren Informationen.

 

Detaillierte Liste der strikt notwendigen Cookies

 

FUNKTIONALE COOKIES

Diese Cookies ermöglichen es der Website, eine verbesserte Funktionalität und Personalisierung zu bieten. Sie können von uns oder von Drittanbietern gesetzt werden, deren Dienste wir auf unseren Seiten eingebunden haben. Wenn Sie diese Cookies nicht zulassen, können einige oder alle dieser Dienste nicht richtig funktionieren.

 

Detaillierte Liste der funktionalen Cookies

 

PERFORMANCE-COOKIES

Diese Cookies ermöglichen es uns, Besuche und Verkehrsquellen zu zählen, damit wir die Leistung unserer Website messen und verbessern können. Sie helfen uns zu wissen, welche Seiten am beliebtesten und welche am unbeliebtesten sind, und zu sehen, wie sich die Besucher auf der Website bewegen.

 

Detaillierte Liste von Performance Cookies

 

MARKETING-COOKIES

Registriert eine eindeutige ID, die verwendet wird, um statistische Daten darüber zu erstellen, wie der Besucher die Website nutzt.

 

Detaillierte Liste von Marketing Cookies

 

Ablehnung von Cookies

Sie müssen Cookies nicht akzeptieren, aber wenn Sie sie nicht akzeptieren, kann die Funktionalität der Website eingeschränkt sein. Sie können Ihre Präferenzen in Bezug auf Cookies und andere Tracking-Technologien verwalten und Ihre Zustimmung im Banner widerrufen. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit widerrufen. Wenn Sie weitere Informationen über das Löschen, Deaktivieren und Blockieren von Cookies wünschen, besuchen Sie bitte die Website https://knowcookies.com und sehen Sie sich die Abschnitte "Cookies verwalten" und "Webmasters Guide" an.

 

Aktualisierung unserer Cookie-Richtlinie

Es besteht die Möglichkeit, dass wir unsere Cookie-Richtlinie auf dieser Website im Einklang mit rechtlichen und technischen Anforderungen aktualisieren, daher empfehlen wir Ihnen, diese Richtlinie gelegentlich zu lesen, damit Sie ausreichend darüber informiert sind, wie und wofür wir Cookies verwenden.

 

Kontakt

Wenn Sie Fragen zu dieser Cookie-Richtlinie oder zur Erhebung, Verarbeitung und Weitergabe Ihrer personenbezogenen Daten sowie zu Ihren Datenschutzrechten haben, lesen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung.