Bei einer Lebererkrankung wie einer Fettleber sollten Sie sich gesund und ausgewogen ernähren. Bei Übergewicht ist Abnehmen besonders wichtig – und mithilfe von frischen, leckeren Lebensmitteln sogar einfacher, als viele denken. Ein striktes Tabu gibt es allerdings: Alkohol. Er belastet die Leber zusätzlich und hat darüber hinaus auch besonders viele Kalorien. Vielleicht nehmen Sie sich einmal einen Gang über den Wochenmarkt vor und lassen sich von frischen, vollwertigen Lebensmitteln auf neue Ideen für den Speiseplan bringen.

Wenig Kohlenhydrate, regelmäßig Eiweiß

Zu viele Kohlenhydrate sind einer der Gründe für eine Leberverfettung. Deshalb sollten Sie Gebäck, Brot und Teigwaren aller Art nur selten zu sich nehmen. Die Deutsche Leberstiftung rät zu folgendem Verhältnis: 50 Prozent Kohlenhydrate zu 20 Prozent Eiweiß zu 30 Prozent Fett. Ideal ist es, wenn Sie Ihre Kohlenhydrate in Form von Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Vollkornreis und Müsli ohne Zucker zu sich nehmen. Eiweiße sind ein wichtiger Bestandteil einer lebergesunden Ernährung. Sie sind vor allem in Eiern, Nüssen, Hülsenfrüchten, Milchprodukten, Fisch und Geflügel enthalten.

Hochwertige Fette und Öle

Oliven-, Raps-, Walnuss-, Lein- oder Weizenkeimöl enthalten viele ungesättigte Fettsäuren und sind deshalb wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung. Drei Esslöffel täglich sind erlaubt. Auch Butter können Sie bedenkenlos essen. Verzichten sollten Sie auf Schmalz, Palmfett, Sonnenblumen- und Distelöl.

Dreimal täglich Gemüse

Um Ihre Leber zu unterstützen, sollten Sie regelmäßig Gemüse zu sich nehmen – idealerweise dreimal am Tag. Als lebergesunde Gemüse gelten Salatsorten aller Art,

Paprika, Rote Bete, Möhren, Gurke, Kürbis, Tomate, Fenchel, Erbsen, Aubergine, Pastinake, Artischocken, Spinat und Zucchini. Aber auch Kohlarten, Radieschen, Spargel, Sauerkraut sowie Pilze dürfen auf den Teller. Ausnahmen sind Mais und Süßkartoffeln, weil sie viel Zucker enthalten.

Zuckerarmes Obst

Auf süße Obstsorten wie Weintrauben, Mangos, Bananen, Kirschen und Birnen sollten Sie wegen des hohen Fruchtzuckergehalts verzichten. Greifen Sie lieber zu zuckerarmen Sorten wie Beeren, Nektarinen, Papayas, Orangen, Pflaumen, Pfirsiche, Wassermelonen oder Äpfel. Ein bis zwei Portionen am Tag sind empfehlenswert. Süße Säfte, eingelegtes Obst, Obstkonserven oder kandierte Früchte hingegen sollten Sie möglichst von Ihrem Speiseplan streichen.

Ballaststoffe und gesunde Getränke

Ballaststoffe lassen den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen und unterstützen den Fettstoffwechsel der Leber. Sie sind vor allem in Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten enthalten. Für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollten Sie täglich rund zwei Liter ungesüßte Getränke zu sich nehmen, vorzugsweise Wasser, Tee, Kräutertees oder Kaffee. Nicht zu empfehlen sind zuckerhaltige Softdrinks, Kakao und Alkohol. Alkohol belastet die Leber und steigert das Risiko einer Fettleberentzündung. Er enthält zudem viel Kalorien und trägt zu Übergewicht bei.

Drei Mahlzeiten, keine Snacks

Ernährungsexperten raten zu drei Mahlzeiten und zum Verzicht auf Zwischenmahlzeiten, um der Leber Pausen zu gönnen. Auch Fasten kann Ihre Leber entlasten. So dürfen Sie beim Intervallfasten zwei Mahlzeiten am Tag in einem Zeitfenster von acht Stunden zu sich nehmen, darauf folgt eine Pause von 16 Stunden. Beim sogenannten Kalorienfasten beschränken Sie an zwei Tagen in der Woche die tägliche Energiezufuhr auf 800 Kalorien.

Kalorienzufuhr anpassen, regelmäßig bewegen

Generell ist bei einer Fettleber eine gemäßigte Kalorienzufuhr ratsam. Sie sollte so eingestellt sein, dass Sie ein normales Körpergewicht erreichen und halten können. Regelmäßige Bewegung ist hierfür ebenfalls wichtig. Dabei kommt es nicht auf die Leistung an, sondern auf die Konsequenz – darauf weist die Deutsche Leberhilfe hin. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt unterstützt Sie bei der Ausarbeitung eines individuellen Trainingsprogramms.